Och, Menno!

Das hörte ich am vergangenen Mittwoch während des Trainings. Das WOD war definitiv „Och, Menno!“-würdig. Fünfmal 800 Meter laufen. Fünfmal 21 Kettlebell-Swings. Fünfmal 12 Pullups. Dem galt das „Och, Menno!“ aber gar nicht. Es ging um die Haut. Die hing an einer Damen-Hand nämlich etwas in Fetzen. Gut, wir haben einige Pullups gemacht in letzter Zeit. Die hat das zarte Händchen nicht so verkraftet und prompt mit Protest reagiert. Die erste Runde wurde noch getapet, dann wurden die Zähne zusammengebissen. Dann wurde eingeschritten – Skalierung auf Ring Rows. Und dann, in der kurzen Pause zwischen den Runden: Frustriertes Rumgepule an den Händen. Und: „Och, Menno!“ Dabei ist es ganz einfach – Skalierungen gehören zum CrossFit dazu. Sei es, weil man etwas eben nicht kann, oder sei es, weil man es temporär nicht kann aufgrund von Verletzungen. Totschlagsargument: „Die Pullups gingen doch jetzt so gut, die muss ich weitermachen, das ärgert mich soooo.“

Wir machen ein kurzes Rechenspiel: Ihr macht Pullups. Die Hände sind ein bisschen offen. Ihr macht keine Pullups mehr, schont eure Hände. Eure Hände heilen schnell, weil es ja nur kleine Verletzungen waren. Ihr trainiert wieder und macht wieder Pullups. ODER: Ihr macht Pullups. Die Hände sind ein bisschen offen. Ihr macht stur weiter Pullups, bis die Hände bluten und das rohe Fleisch richtig weh tut. Eure Hände brauchen ewig zum Heilen, weil es massive Verletzungen sind. Danach könnt ihr wieder mit dem Training anfangen. Jetzt die Frage: Was wird länger dauern? Oder andersrum: Was bringt euch mittelfristig mehr?

Stur weiterzumachen ist es auf keinen Fall. Hier wird nicht „in den Schmerz reintrainiert“ oder „der Schmerz weggeatmet“. Das ist hirnlos. Wenn ihr verletzt seid an einer Körperstelle – und dazu gehören unsichtbare Zerrungen und Prellungen ebenso wie deutlich sichtbare Fleischwunden -, schont diese Stelle. Das Tolle am CrossFit ist doch die Möglichkeit zum Skalieren! Nutzt die und zieht euren Nutzen aus dem Training – den habt ihr nämlich trotzdem noch. Und dann gibt es gar keinen Grund für Frust – ihr habt genauso effektiv trainiert und euch im Rahmen der körperlichen Möglichkeiten, die ihr genau in diesem Moment hattet, ausbelastet. Fertig. Und mal ehrlich: Pullups (ver-)lernt man eh nicht in einem Training oder in einer Woche 😉

train-hard-and-train-smart

 

A.
Every 3 minutes, for 24 minutes (8 sets):
Deadlift
*Set 1 – 4 reps @ 50-60%
*Set 2 – 4 reps @ 60-65%
*Set 3 – 3 reps @ 65-70%
*Set 4 – 3 reps @ 70-75%
*Set 5 – 2 reps @ 75-80%
*Set 6 – 2 reps @ 80-85%
*Set 7 – 1 rep @ 85-90%
*Set 8 – Test 5-RM


B.
For time:
Row 1000 Meters
40 Chest-to-Bar Pull-Ups
30 Strict Handstand Push-Ups

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