Braveheartbattle 2017

Da waren wir wieder! Nach 2012, 2013 (ohne mich), 2014 und 2016 sind wir in diesem Jahr wieder mit einem starken Team in die Braveheartbattle gezogen. Ganze 19 Leute haben wir gemeinsam mit CrossFit Main Taunus auf die Bahn bekommen. Und was das für ein Team war!

Aber fangen wir mal von vorne an…..

Wir haben uns mit dem größten Teil der Truppe im Vorhinein darauf geeinigt einen Tag vorher anzureisen und auch den Abend nach dem Lauf Kampf am Veranstaltungsort zu verbringen. Es ging ja nicht nur darum schnell mal durchs Feld zu rennen sondern auch ein bisschen gemeinsam „abzuhängen“. Wir hatten also eine entspannte Anreise und einen recht gemütlichen Abend vor dem Event (mal von Wartezeiten auf das Abendessen bis zu 3 Stunden und diverse Streitigkeiten mit der Bedienung abgesehen).

Gut gewappnet und nach unzähligen Diskussionen ob nun Neopren oder doch nicht, Melkfett Orgien und Schuhsohlen Rumpsteak ging es am nächsten Morgen an den Start. 16 CFMZler und 3 CFMTler. Aber ehrlich gesagt hat es sich nicht angefühlt als wären wir zwei Teams. Carsten ist ja ein altes CFMZ Urgestein und Huppi und Peter einfach zwei gute Typen, da hat alles gepasst.2017-03-11_10-01-44_674.jpeg

Unser Hotel lag nur 200m von der Startlinie entfernt und so hatten wir es dieses Jahr leicht rechtzeitig einen guten Startplatz zu ergattern. Der diesjährige Massenstart hat es uns ebenfalls leichter gemacht.

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Was uns absolut nichts erleichtert war, war die menschenunwürdige Steigung gleich zu Beginn der Strecke! Eine Skipiste hoch! Die Waden waren nach gefühlten 5min zu, und der Körper übersäuert. Da half auch die Schneekanone die auf uns nach 6min gerichtet war nichts. Bei vielen ist da schon durch den Kopf gegangen dass das heute nichts wird. Aber nach ein paar steilen Anstiegen ging`s auch mal wieder bergab und die leeren Körper erholten sich. Aber immer nur stoßweise denn die Steigungen waren dieses Jahr brutal. Ständig ging es hoch – runter – hoch – runter, es nahm einfach kein Ende. Die kurzen geraden Strecken konnte man wirklich kaum geniessen. Ok, ich muss hier mal kurz stoppen. Alles was ich hier schreibe ist natürlich wie immer sehr subjektiv. Das was ich hier erlebt habe ist nicht unbedingt das was manch anderer erlebt hat. Wenn ich mir z.b. unsere Ramona, unseren Eugen und Huppi von CFMT nehme, tja, die sind das Ding durchgerannt als ob es kein Morgen mehr gäbe!!!! Ohne vorgreifen zu wollen, die drei haben sensationelle Zeiten hingelegt. 17238956_1433641880033733_1369082410_n

Aber zurück zur Quälerei. Dieses Jahr war es viel wärmer, die Wartezeiten an den Hindernissen wesentlich kürzer aber nichtsdestotrotz war die Strecke eine Qual. Der Bach war kalt wie immer, die Schlammlöcher wie gewohnt alleine fast unüberwindbar. Unsere anfängliche Taktik in einer größeren Gruppe zu laufen ist nach ca. 2min gescheitert und wir haben uns in mehrere Kleingruppen / Einzelläufer aufgeteilt. Aber trotzdem haben wir uns fast alle regelmässig irgendwo auf der Strecke getroffen. OK, Ramona, Eugen und Huppi immer dann wenn sie uns entgegen gekommen sind, also schon wieder auf dem Rückweg waren…aber sei`s drum, überall waren ein paar CFMZler unterwegs und haben sich so gut es geht gegenseitig geholfen.17264113_10208515355663324_6896024158090037872_n

Einige von uns, mich mit eingeschlossen hatten so unsere Probleme. Krämpfe, Knieprobleme, Bänderdehnungen und Hüftschäden machten uns das Leben schwer. Tino musste leider nach 9km raus, seine Bänder waren nach einem Vorschaden noch nicht soweit. Aber es geht ja beim Braveheartbattle nicht nur ums Laufen und Ankommen. Es geht auch ums Antreten an sich und den Willen soweit zu kommen wie es geht. Sascha und Seb mussten leider irgendwo bei KM17 raus, die Knie und die Krämpfe haben es nicht zugelassen die Strecke zu Ende zu bringen.

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Und ich…..naja mit brutalen Hüftschmerzen nach KM4 dachte ich dass das nichts wird und ich an der nächsten Station raus gehe. An der nächsten Station dachte ich es geht vielleicht noch eine. Bei KM9 dachte ich ich laufe wenigstens noch in die Stadt (dort waren die meisten Hindernisse), mache alle Hindernisse und gehe dann raus. Nachdem ich dann durch den Bachlauf gekrabbelt bin waren meine Füße und meine Hände dermassen kalt das ich meine Hüfte bis KM16 nicht mehr wahrgenommen habe. Und dann dachte ich es lohnt sich jetzt nicht mehr aufzuhören, ich lag ganz gut in der Zeit und habe mich entsprechend ins Ziel geschleppt. Wenigstens kannten mich aufgrund meines Laufstils alle Zuschauer und Läufer. Es hatte wohl etwas von Quasimodo auf Ectasy.

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Gionny wurde von Krämpfen gequält, fiel zurück, hat aufgeholt, sich drangehängt und am Ende nochmal Gas gegeben und hat das Ding nach Hause geholt. Nina hat sich ebenfalls von relativ weit hinten Stück für Stück nach vorne gearbeitet, kam dann auf den letzten 7km an mir vorbei, hat mich kurz angestachelt und hat nochmal Vollgas auf den letzten Metern gegeben. Wahnsinns Reserven!

Simone, Heiko und Dirk sind das Ding souverän, wenn auch nicht ohne Anstrengung durchgelaufen.

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Christoph, Markus,Martin und Jens haben sich durchgebissen, waren frühzeitig im Ziel und hatten einfach „Spass“.

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Mirko hat derweil Carsten mit verbaler Motivation angepeitscht „Caaaarsten Koooomm“ war kilometerweise durch den Wald zu hören und hat die Zuschauer angeregt es ihm gleich zu tun.

Ja, und Ramona hat dann mit dem 6. Platz der Frauen den Vogel abgeschoßen. 3 Stunden 24 Minuten mit Eugen zum Zieleinlauf. Wahnsinn. 3 Stunden 38 Minuten für Huppi. Ohne Krämpfe wäre er ganz sicher mit den anderen zwei ins Ziel eingeschoßen.

Aber der geilste Läufer war Peter von CFMT. In seinem Old School Baumwoll-Jogginganzug ist der gemütlich und völlig unvorbereitet in seinem Tempo die knapp 26 km in 6:05 durchgelaufen. Aufgeben war keine Option. Saustark!

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Am Ende war es so wie es immer war. Schrecklich. Aber geil.Trotzdem, nie wieder…denkt man.

Man muss es halt eine Weile auf sich wirken lassen. Wir hatten alle so unsere Geschichten am Abend zu erzählen, jeder hat das Event auf seine Art und Weise erlebt. Die einen waren überwältigt das sie es geschafft haben, den anderen war einfach nur kalt. Ganz andere waren am Ziel so gerührt das sie den Tränen nah waren…oder auch mehr 😉 Und so sehr man es auch hasst….man will sich meist am Folgetag direkt für`s nächste Jahr wieder anmelden.

Alles in allem wieder ein geiles Event. Was aber nicht nur am Event selbst liegt sondern vor allem an den Leuten die mit machen.

 

WOD heute:

WOD 17.3

 

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